Trotz aller Widerstände setzt sich die Transformation hin zu einer Elektrifizierung vieler Bereiche (Strom, Mobilität, Wärme etc.) beschleunigt fort.
Einen relativ kurzen Überblick geben die Klimareporter im Dezemer 2025 (zum Bericht)
Recht umfassend ein Buch von Tim Meyer (Buchtipp)
Einschätzungen zur COP 30
Die in Belem stattgefundene Weltklimakonferenz hat viele teils bitter enttäuscht. Andererseits wird z.B. die Bedeutung der Länder betont, die konkrete Ausstiegspläne für den Ausstieg aus dem Verbrauch von fossilen Energien machen oder derjenigen, die bereit sind, in einen globlen Fonds zum Schutz des Regenwaldes einzuzahlen.
Da die Bewertungen durchaus unterschiedlich sind, stellen wir nachfolgend eine kleine Auswahl seriöser Klimaforscher vor.
zur Stellungnahme des Wuppertalinstituts
Kölner Stadtanzeiger Kommentar dazu von Dieter Gehringer (G4F)
Die Gasstrategie von Frau Reiche wird erfreulich zurechtgestutzt, die Batteriespeicher bekommen Aufwind
Die Klimarerporter berichten, dass statt der 20 MW Gaskraftwerke zunächtst 8 MW kommen sollen, die auch noch wasserstofffähig sein sollen.
Aktuelle Energiepolitik der Bundesregierung
Das anhängende Webinar aus der Reihe "Europe Calling" schlüsselt detailliert auf, wie die Wirtschaftsministerin Reiche die Emfehlungen des von ihrem Haus beauftragten Monitoringberichtes umdeutet und so den Weg zum Ausbau der fossilen Energien zu öffnen versucht. Schließlich kommt sie aus der Gaswirtschaft. Bei einer Aufweichung des bisher noch nicht ausreichenden Ausbaus der Erneuerbaren besteht keine Chance, die deutschen Klimaziele zu erreichen. Hier muss vielmehr dringend beschleunigt werden, ohne die berechtigten Kritikpunkte zu vernachlässigen.
Demonstration des Bündnis Verkehrwende
Das Bündnis Verkehrswende wehrt sich zu recht gegen eine lange U-Bahntrasse in Köln (!), die beim Bau unendeliche Mengen CO2 ausstößt, alle anderen Inverstitionen in den ÖPNV in Köln über Jahre verhindert und jahrzentelange Baustellen in Köln (!) zur Folge hätte.
Allianz-Vorstand warnt vor den Auswirkungen der Klimakrise
Wenn schon ein Finananzkonzern wie die Allianz, sicher keine Ökospinner, vor den dramatischen Folgen der sich beschleunigenden Klimakrise warnt, wird Klimakrisenleugnung schwierig. Die Schadenhöhen gehen teilweise in Bereiche, dass sich Versciherungen aus dem Geschäft zurückziehen. Nach Kalkulation der Allianz wird Untätigkeit für alle teurer als der vollzogene Wandel.
Ausbau der Solarenergie, im Juni 2025 größte Energiequelle in der EU
Der Ausbau der EE kommt europaweit voran, obwohl diverse Staaten weiter eher auf Kohle, Gas und sogar Atomkraft setzen. Jede erneuerbar produzierte Kilowattstunde senkt den Verbrauch fossiler Energien und deen Ausstoß von CO2.
Im Juni war Solarenergie die stärkste Stromquelle, die Kohleverstromung war gleichzeitig auf einem historischen Tieststand. Leider steigt der Gasverbrauch trotz des Ausbaues der Erneuerbaren weiter. Es bleibt also weiter auch viel zu tun.
Der Internationale Gerichtshof hat den Schutz vor dem Klimawandel zur völkerrechtlichen Pflicht erklärt!
Zahl der Hitzetoten steigt deutlich weiter, auch bei uns!
Hitzetote nehmen bei uns dramatisch zu. Diese Entwicklung betrifft vorwiegend die Schwächsten, Kinder und alte Menschen. Diesem Thema widmet sich die neu gegründete AG der Grannies (s.u.) und die Aktionen zu Auswirkungen der Hitze zusammen mit Health for Future (s, Aktivitäten).
Schnelles Fortscheiten der Klimakrise - schneller Ausbau der Erneuerbaren
Klimastreik am 14.02.25
Bei dem diesjährigen Klimastreik waren die Grannies natürlich wieder stark vertreten, sowohl bei der Kundgebung als auch bei dem Markt der Möglichkeiten mit einem Stand. Anbei zwei Redebeiträge von der Demo:
Klimakrise und Energiewende (S4F)
Die Scientist 4 Future haben zum Jahresbeginn ein neues Update veröffentlicht, in dem die aktuellen Erkenntnisse und daraus abgeleitete Handlungsoptionen beschrieben werden. Erschreckend ist, dass das Klimathema trotz der Dringlichkeit in der politischen Diskussion völlig zurückgetreten ist. Das aktuelle Wissen sollte Grundlage der Wahlentscheidung für die Bundestagswahl sein.
Klima und Wetter im Jahr 2024 von Karsten Schwanke
Situation und Zukunftstrends werden von Kartsten Schanke in gewohnter Form seriös benannt.
Weiter Auseinandersetzungen um den Hambacher Forst herum
Die zweifelhafte Zerstörung um den Hambacher Forst herum geht weiter. Neben den Aktivitäten der Zivilgesellschaft und der Aktivisten klagt z.B. der BUND, um weitere Waldflächen zu erhalten und einen großflächigen Biotopverbund zu gewähren. Interessant, wie Versammlungsrecht eingeschränkt wird und wer alles RWE-Positionen übernimmt.
zu dem Bericht der Klimareporter
Stellungnahme zu dem geplanten Kölner U-Bahn Megatunnel
Das Bündnis Verkehrswende hat nochmals eine umfangreiche und detaillierte Stellungnahme zu dem Mega-Projekt erstellt. Dieses Projekt würde über 20 Jahre alle planerischen und finanziellen Ressourcen für den ÖPNV-Ausbau binden und damit viele sinnvolle Dinge blockieren. Auch der CO2-Ausstoß bei den Baumaßnahmen erscheint völlig unangemessen. Die Beschlussfassung soll im Februar im Rat erfolgen.
Mythen über die deutsche Stromproduktion
Über die Stromproduktion in Deutschland gibt es viele Mythen und Halbwahrheiten, gerne auch in Hinblick auf die Versorgungssicherheit, den Anteil und die Qualität des Importstroms, die Bedeutung der in Deutschland abgeschalteten Atomkraftwerke etc.. Ein aktueller Report im Spiegel (Januar 2025) gibt dazu einen guten Überblick und beschreibt u.a. die zunehmende Bedeutung des erneuerbaren Stroms, das Zurückdrängen der Kohleverstromung etc.
Der Ausbau der Windkraft in NRW nimmt endlich Fahrt auf.
Windkraft und Solarenergie sind u.a. durch viele Regularien und lange Genehmigungszeiten gebremst bis verhindert worden ("Altmeier-Delle"). Im Bund und auch insbesondere im Land NRW sind durch die zuständigen Minister*innen Habeck und Neubauer in den letzten Jahren viele Dinge auf den Weg gebracht worden, die zu einer deutlichen Zunahme des Ausbaues der Erneuerbaren Energien, hier insbesondere der Windkraft geführt haben. Hierzu anbei eine Pressemitteilung des Landesverbandes Erneuerbare Energien NRW (LEE).
Jede erneuerbar produzierte Kilowattstunde Strom macht eine fossil erzeugte und CO2 - ausstoßende Kilowattstunde unwirtschaftlich und überflüssig.
Pressemitteilung LEE NRW Entwicklung Windkraft
Das verabredete und dringend notwendige Klimageld muss kommen
Die Preissteigerungen im Energiebereich sind gewollt und haben dort Lenkungswirkungen, wenn sie verlässlich, planbar und langfristig kommuniziert sind. Das wird Bürger einerseits belasten, andererseits wird der Ausbau der Erneuerbaren Energien die Energieversorgung billiger machen und Folgekosten durch gesundheitliche Belastungen, Starkwetterereignisse, Dürren etc. reduzieren. Die Belastung der wirtschaftlich Schwächeren Menschen sollte durch ein Klimageld kompensiert werden, für das selbst die FDP vordergründig eingetreten, es dann aber verzögert und verhindert hat. Das muss unter einer neuen Regierung dringen kommen. Hierzu ein Update aus der Frankfurter Rundschau.
Klimaziele werden nicht erreicht
Der Expertenrat der Bundesregierung für Klimafragen stellt in einem Sondergutachten 2024 klar, dass nach seiner Einschätzung der aktuellen Entwicklungen, Beschlusslagen und Finanzierungsmöglichkeiten die Klimaziele für 2030 nicht eingehalten werden werden. Er widerspricht damit ausdrücklich der einschätzung von Robert Habeck und seinem Ministerium. Wir müssen also weiter mit Hochdruck den Klimaschutz vorantreiben und können uns nicht auf schön gezeichneten prognosen ausruhen.
Prof. Stefan Rahmstorf: Webinar zu Klima-Kipppunkten
Aktuelle Klimapolitische Positionierungen der Grannies
Die Grannies4F haben zwei neue Flyer zu aktuellen Themen erstellt. Im Flyer zum Klimageld machen wir deutlich, dass die klimagerechte Transformation mit der Frage der sozialen Gerechtigkeit verknüpft sein muss.
Das Klimageld wäre ein wichtiger Ausgleich für steigende Kosten und könnte die wichtige Botschaft sozialer Gerechtigkeit transportieren.
Mit dem Flyer Klima und Demokratie machen wir auf den Zusammenhang einer fortschrittlichen Klimapolitik und einer gesicherten Demokratie hin. Die Verteidigung von beiden Elementen ist wichtig, da die Rechtsextremisten nicht nur den Klimawandel leugnen sondern auch bereits laufenden Maßnahmen zurücknehmen wollen.
Stoppt den Wahnsinn
Verbesserungen des ÖPNV sind in jeder Hinsicht notwendig. Dieser muss flächendeckend zuverlässig, schnell, mit kurzen Taktzeiten und bezahlbar sein bzw. werden. Dazu sind viele Investitionen in Infrastruktur und Personal nötig. Milliardenschwere Investitionen in eine unterirdische Ost-West-Trasse in Köln binden alle Ressourcen für den ÖPNV in Köln, werden erst in vielen Jahren wirksam und produzieren beim Bau des Tunnels unsägliche Mengen CO2, die in der Betriebszeit nicht wieder eingespielt werden können. Ein Ausbau des ÖPNV in der Kölner Fläche in kurzer Zeit werden damit dauerhaft verhindert. Hier tut ein deutliches Umdenken Not.
Oben Bleiben – Bündnis Verkehrswende Köln bei den Grannies4F
Auf dem Plenum am 02.11.2023 konnten die Grannies4F Albert Meinhardt vom Bündnis Verkehrswende Köln begrüßen. Das Bündnis hat, angelehnt an die Roadmap der Stadt zur Weiterentwicklung des Öffentlichen Personen Nahverkehrs (ÖPNV) eine eigene ÖPNV-Roadmap-Plus entwickelt. Albert hat diese Roadmap-Plus vorgestellt und die Unterschiede zu den Plänen der Stadt herausgearbeitet.
Dabei wurde deutlich, dass der Frage der Ausgestaltung der Ost-West-Achse (u.a. Linien 1, 7) von großer Bedeutung ist. Sollte die Stadt die Tunnellösung beschließen, hätte das gravierende Auswirkungen auf die Zukunft des ÖPNV in Köln. Unter anderem dürften die benötigten Finanzmittel für die Tunnellösung eine Vielzahl anderer notwendiger Ausbauvorhaben verunmöglichen bzw. weit in die Zukunft verschieben. Zudem würde eine Tunnellösung mit einer extremen CO2 Belastung durch den Bau die Erreichung der Klimaziele für die Stadt Köln ausschließen. Und schließlich würde die Kölner Innenstadt über viele Jahre im Verkehrschaos versinken. Demgegenüber ist der Nutzen für die Funktionserfüllung des ÖPNV gering und noch an den Idealen einer Autostadt orientiert.
Die vom Bündnis Verkehrswende Köln vorgeschlagene oberirdische Lösung würde diese gravierenden Folgen vermeiden und Perspektiven für eine, auch mittelfristig erreichbare, Verkehrswende für Köln ermöglichen. Das von Albert vorgestellte Gesamtkonzept für den ÖPNV hat die Grannies4F überzeugt, wird von uns unterstützt und bekannt gemacht werden.
Ein vertiefter Einblick ermöglicht ein Blick in die ÖPNV-Roadmap-Plus von Oben Bleiben – Bündnis Verkehrswende Köln. (zu der ÖPNV-Roadmap-Plus)
Harald Lesch: Wärmepumpen
Was auch immer einige Politiker bestimmter Parteien und einige Medien (gerne der Boulevard) an Stimmungen und kruden Argumentationen verbreiten. Auch bei der Wärmepumpe gilt letztlich die Physik. Alles Schwadronieren von "Technologieoffenheit" und Zukunft hält einer Prüfung nicht stand. Wenn wir Wasserstoff haben, müssen damit zunächst lange andere Sektoren (Industrie, Schwerlast-, Flug- und Schiffsverkehr bedient werden. An die Effizienz von Energie aus Wärmepumpen kommt lange keine andere klassiche Heizung heran. Youtube Video
Verkehrspolitik und E-Fuels: Hintergründe und Zusammenhänge
Die aktuelle Verkehrspolitik verweigert Schritte in Richtung der dringend notwendigen Verkehrswende: keine Abnahme der CO2 Emissionen, kein Ende der Verbrennermotoren, keine strengen Abgaswerte, kein Tempolimit etc. etc. Claus von Wagner und Max Uthoff haben dazu umfassend recherchiert und stellen in Ihrer Sendung "Die Anstalt" vielfältige Zusammenhänge und Hintergründe dar, bis hin zu dubiosen Personalbesetzungen innerhalb der FDP. Die hier aufgegriffenen Fakten sind in einer umfangreichen Dokumentation mit Quellen belegt. Vergleich auch Harlad Lesch: Freiheit mit E-Fuels ...?
E-Fuels von Harald Lesch
Für wie dumm haltgen uns einige Politiker und andere Akteure eigentlich, die uns glauben machen wollen, dass die Physik niccht gilt? Fakten zu E-Fuels (und wasserstoffbetriebenen Heizungen und zur sogenannten Technologieoffenheit kurz zusammengefasst
Gutachten: Köln Klimaneutral 2035
Der Rat der Stadt Köln hat beschlossen, dass Köln bis 2035 klimaneutral werden soll. Zur Umsetzung hat die Stadt die Erstellung eines Gutachtens für ein klimaneutrales Köln beauftragt und über den Klimarat einen Beteiligungsprozess koordiniert. Das Gutachten zu gesamtstädtischen Strategieempfehlungen für den Weg zu einem klimaneutralen Köln 2035 liegt nun vor. Darin enthalten ist neben einer Strategie eine Vielzahl von konkreten Handlungsempfehlungen in diversen Handlungsfeldern. Das Gutachten wurde durch ein Konsortiums von fachwissenschaftlichen Instituten erstellt (Gertec GmbH Ingenieurgesellschaft, Jung Stadtkonzepte, Stadtplaner und Ingenieure Partnerschaftsgesellschaft, Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie gGmbH und ifeu - Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg gGmbH).
Eine knappe Zusammenfassung des Gutachtens findet sich in der Pressemitteilung. Diese enhält auch links zu den Originalgutachten. (Hier weiterlesen (PDF))
Umfangreicher werden die Inhalte in der Beschlussvorlage zur Ratssitzung am 08.12.2022 dargestellt. Hier sind auch die Gutachten (Band 1 - 3) im Original hinterlegt.(Hier weiterlesen (PDF)
Wir sind jetzt auch auf mastodon vertreten.















